Renteninfo-Rechner

Wie in der nachfolgenden Abbildung gezeigt, sieht auch Ihre Renteninformation aus – natürlich mit Ihren individuellen Rentenwerten. Sie können sich über die Einzelheiten der Renteninformation informieren und sich berechnen lassen, was Ihnen nach Abzügen und Kaufkraftverlust am Ende tatsächlich an monatlicher Rente übrig bleibt.

Ihre Renteninformation

Sehr geehrte Frau Musterfrau,

in dieser Renteninformation haben wir die für Sie vom 01.08.1978 bis zum 31.12.2014 gespeicherten Daten und das geltende Rentenrecht berücksichtigt. Ihre Regelaltersrente würde am 01.09.2027 beginnen. Änderungen in Ihren persönlichen Verhältnissen und gesetzliche Änderungen können sich auf Ihre zu erwartende Rente auswirken. Bitte beachten Sie, dass von der Rente auch Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge sowie gegebenenfalls Steuern zu zahlen sind. Auf der Rückseite finden Sie zudem wichtige Erläuterungen und zusätzliche Informationen.

Rente wegen voller Erwerbsminderung  
Wären Sie heute wegen gesundheitlicher Einschränkungen voll erwerbsgemindert, bekämen Sie von uns eine monatliche Rente von:
 
675,61 EUR
 
Höhe Ihrer künftigen Regelaltersrente  
Ihre bislang erreichte Rentenanwartschaft entspräche nach heutigem Stand einer monatlichen Rente von: 637,62 EUR
Sollten bis zum Rentenbeginn Beiträge wie im Durchschnitt der letzten fünf Kalenderjahre gezahlt werden, bekämen Sie ohne Berücksichtigung von Rentenanpassungen von uns eine monatliche Rente von:
 
1.016,30 EUR
 

Rentenanpassung
Aufgrund zukünftiger Rentenanpassungen kann die errechnete Rente in Höhe von 1.016,30 EUR tatsächlich höher ausfallen. Allerdings können auch wir die Entwicklung nicht vorhersehen. Deshalb haben wir - ohne Berücksichtigung des Kaufkraftverlustes – zwei mögliche Varianten für Sie gerechnet. Beträgt der jährliche Anpassungssatz 1 Prozent, so ergäbe sich eine monatliche Rente von etwa 1.150 EUR. Bei einem jährlichen Anpassungssatz von 2 Prozent ergäbe sich eine monatliche Rente von etwa 1.310 EUR.

Zusätzlicher Vorsorgebedarf
Da die Renten im Vergleich zu den Löhnen künftig geringer steigen werden und sich somit die spätere Lücke zwischen Rente und Erwerbseinkommen vergrößert, wird eine zusätzliche Absicherung für das Alter wichtiger ("Versorgungslücke"). Bei der ergänzenden Altersvorsorge sollten Sie - wie bei Ihrer zu erwartenden Rente - den Kaufkraftverlust beachten.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Deutsche Rentenversicherung Bund

Jetzt Ihre reale Altersrente nach Abzügen ermitteln…

Geben Sie hierzu bitte Ihr aktuelles Alter und die gesetzliche Altersrente bei einer jährlichen Rentenanpassung von 1% gemäß Ihrer Renteninformation ein. In der oben dargestellten Renteninformation entspricht dies dem gelb markierten Betrag.

Ihr Alter:
Jahre (18 - 64 Jahre)

Gesetzliche Rente:
Euro mtl.

Weitere Informationen zum Rentenbescheid:

Beginn der Regelaltersrente und Rentenabschläge

Sind Sie 1964 oder später geboren, so beginnt Ihre Regelaltersrente nach Vollendung des 67. Lebensjahres. Frühere Jahrgänge beziehen die Regelaltersrente bereits mit 66 Jahren (Jahrgänge 1958 bis 1963) bzw. mit 65 Jahren (Jahrgänge bis 1957).

Bei einem Bezug der Altersrente vor der Regelaltersgrenze wird pro Jahr ein Rentenabschlag von 3,6% angesetzt. Grundsätzlich gilt: Sofern beim Bezug der gesetzlichen Altersrente ab dem 65. Lebensjahr 45 oder mehr Beitragsjahre erreicht werden, bleibt die Altersrente frei von Rentenabschlägen.

Für Versicherte, die vor 1964 geboren sind, gilt eine Sonderregelung. Nach 45 oder mehr Beitragsjahren können Jahrgänge von 1958 bis 1963 ab dem 64. Lebensjahr abschlagsfrei in Rente gehen, Jahrgänge bis 1957 ab dem 63. Lebensjahr.

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Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge

Im Rentenalter sind auf die gesetzliche Altersrente auch Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge zu zahlen, sofern Sie gesetzlich kranken-/pflegeversichert sind. Entsprechend den aktuellen Beitragssätzen sind dies ca. 8,2% an Krankenversicherungsbeitrag und 2,35% an Pflegeversicherungsbeitrag. In der Summe sind dies bereits jetzt über 10% Abzüge von der Altersrente laut Rentenformation.

Der Rentenversicherungsträger überweist zusätzlich 7,3% der Altersrente an die Krankenversicherung. Dies mindert Ihre gesetzliche Altersrente allerdings nicht.

Bereits in der Vergangenheit sind die Beitragssätze deutlich angestiegen (vgl. Grafik). Auch in Zukunft werden die Beiträge aufgrund der demografischen Entwicklung in Deutschland eher steigen als sinken.

Entwicklung der Beitragssätze zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung:

Grafik zur Entwicklung der Beitragssätze zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung


Quelle: Institut Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg-Essen

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Besteuerung der gesetzlichen Altersrente

Sofern Sie 2040 oder später in Rente gehen, ist Ihre gesetzliche Altersrente grundsätzlich voll steuerpflichtig. Sollten Sie früher in Rente gehen, gibt es einen sogenannten „Rentenfreibetrag“. Das ist der Teil der Rente, den Sie nicht versteuern müssen. Sofern Sie 2020 in Rente gehen, beträgt dieser 20% der Rente, sofern Sie 2030 in Rente gehen, beträgt dieser 10% der Rente – ein überschaubarer steuerfreier Prozentsatz.

Beachten Sie: Auch wenn Sie zu Rentenbeginn noch keine Steuern auf Ihre Rente zahlen müssen, da die Rente beispielsweise unterhalb des steuerlichen Grundfreibetrags liegt, kann sich dies im Laufe Ihres weiteren Rentenbezugs ändern.

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Volle Erwerbsminderungsrente

Sind Sie in Folge von Krankheit oder Unfall nicht mehr in der Lage, mehr als 3 Stunden am Tag zu arbeiten, haben Sie Anspruch auf volle Erwerbsminderungsrente, sofern folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Aus ärztlichen Unterlagen oder Gutachten geht eindeutig hervor, dass Sie in Ihrem oder einem anderen Beruf nicht mehr als 3 Stunden täglich arbeiten können.
  • Sie sind mindestens fünf Jahre versichert und haben in den letzten fünf Jahren mindestens drei Jahre Pflichtbeiträge bezahlt. Kindererziehungszeiten zählen als Pflichtbeitragszeiten.


Sofern Sie nur noch 3 bis 6 Stunden arbeiten können, haben Sie Anspruch auf teilweise Erwerbsminderungsrente. Die Rente beträgt 50% der vollen Erwerbsminderungsrente.

43% der heute 20-jährigen Männer werden wahrscheinlich bis zum 65. Lebensjahr einmal berufsunfähig. Dabei sind psychische Krankheiten mit ca. 40% die häufigste Ursache für Erwerbsunfähigkeit. (Quelle: statista.com)

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Bisher erworbener Rentenanspruch

Diese Rentenhöhe liefert (neben der Angabe zur Erwerbsminderungsrente) die einzige verbindliche Aussage in der Renteninformation, da sich deren Werte aus den bereits eingezahlten Versicherungsbeiträgen und den damit gesammelten Entgeltpunkten ergeben.

Bei den aktuell erworbenen Ansprüchen werden keine weiteren Einzahlungen und keine zukünftigen Rentenanpassungen berücksichtigt.

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Bis Rentenbeginn hochgerechneter Rentenanspruch

Der hochgerechnete Rentenanspruch im Alter trifft nur dann zu, wenn sich Ihr berufliches Einkommen bis zum Rentenbeginn genau so entwickelt wie der Durchschnitt der letzten fünf Kalenderjahre.

Künftige Rentenanpassungen (Rentenerhöhungen) sind in dieser Rente nicht berücksichtigt.
Bitte beachten Sie: Dies ist nicht der Wert, der zur Auszahlung kommt. Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge und ggf. Steuern sind davon noch abzuziehen!

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Rentenanpassungen

In der Renteninformation wird eine beispielhaft hochgerechnete Altersrente mit einer Rentenanpassung von 1% und 2% jährlich ausgewiesen. In der Abbildung ist die Entwicklung der Anpassung seit 2003 dargestellt. Die durchschnittliche jährliche Rentenanpassung von 2003 bis 2015 betrug in den West-Bundesländern ca. 0,9%, in den Ost-Bundesländern ca. 1,4 %.

Gemäß diesen Vergangenheitswerten erscheint eine zukünftige Rentenanpassung von jährlich 1% plausibel. Allerdings lässt sich aus der Vergangenheit keine sichere Prognose für die Zukunft ableiten.


Rentenanpassungen der gesetzlichen Rente:

Grafik zur Rentenanpassungen der gesetzlichen Rente


Quelle: Deutsche Rentenversicherung Bund

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Auswirkungen der Inflation

Neben den Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung und der steuerlichen Belastung wird auch durch die Inflation die Kaufkraft der Altersrente laut Renteninformation gemindert.

Von 1995 bis 2014 lag die durchschnittliche Inflation in Deutschland bei etwa 1,5% jährlich. Damit liegt die Inflation über der Rentenpassung der gesetzlichen Rente in den letzten Jahren. Dieser Trend wird sich aufgrund der demographischen Entwicklung fortsetzen und sogar eher noch verstärken. Die Kaufkraft der Rente wird somit langfristig sinken.


Entwicklung der Inflation in Deutschland:

Grafik zur Entwicklung der Inflation in Deutschland


Quelle: Statistisches Bundesamt 

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