24.10.2013

FINANZEXPERTEN GEBEN TIPPS

Was kann ich tun, damit ich im Alter nicht arm bin?

H. Jeimke-Karge

Berlin – Angst vor Altersarmut: Immer mehr Bundesbürger haben im Ruhestand nicht genug Geld zum Leben!
Die Finanzexperten des Instituts für Vorsorge (Altenstadt in Bayern) und Finanzplanung raten deshalb: Wer kann, sollte frühzeitig im Berufsleben Geld anlegen, um im Alter eine private Zusatzrente zu bekommen.
SO SORGT MAN AM BESTEN PRIVAT VOR...
► Mit 20 Jahren:
Schon Azubis und Studenten sollten privat vorsorgen – auch wenn es wegen Minigehalt schwerfällt. Eine Riester-Rente gibt es z. B. schon ab 5 Euro Monatsbeitrag. Pro Jahr schießt der Staat 154 Euro zu. Für Berufseinsteiger unter 25 Jahren gibt es zudem einen einmaligen Extrabonus von 200 Euro.
► Mit 30 Jahren:
Als Faustregel gilt: 10 % vom Bruttoeinkommen sollten in private Altersvorsorge gesteckt werden. Das wären z. B. bei 1500 Euro monatlichem Bruttoeinkommen 150 Euro.
Neben Riester empfehlen Experten den Abschluss einer Betriebsrente oder Lebensversicherung. Wer z. B. ab 35 Jahren monatlich 100 Euro einzahlt, bekommt mit 65 rund 77 000 Euro ausgezahlt.
► Mit 40 Jahren:
Wer jetzt anfängt, privat vorzusorgen, sollte mehr als 10 % des Bruttoeinkommens anlegen. Experten empfehlen einen Mix aus Riester-Rente (gibt bei Kindern Extraförderung vom Staat), Betriebsrente und Lebensversicherung. Beispiel: Zahlt ein 45-Jähriger 100 Euro monatlich in eine Lebensversicherung ein, erhält er nach 20 Jahren (also zu Rentenbeginn) 38 000 Euro.
► Mit 50 Jahren:
Wer noch nicht vorgesorgt hat, muss jetzt ganz dringend Geld auf die hohe Kante legen – am besten deutlich mehr als 10 Prozent vom Monatsbrutto. Riester-Rente bleibt erste Wahl: Pro Jahr sollten – wenn möglich – bis zu 2100 Euro/Jahr einzahlt werden. Außerdem Verbraucherzentrale fragen, welche Lebensversicherung sich noch lohnt. 

Quelle: H. Jeimke-Karge, BILD vom 23. Oktober 2013

 

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